Tinten


Das Wort Tinte leitet sich vom lateinischen Wort tinctum = gefärbt ab.

Normale Tinte

Normale Füllertinte im verkorkten Glasfläschchen.


Farbige Tinten


Farbige Tinte



Diese Tinten haben einen sehr hohen Pigmentanteil. Sie erfüllen höchste Qualitätsstandards, da nur sehr hochwertige und säurefreie Farbstoffe verwendet werden.
Aufgrund des hohen Pigmentanteils lassen sie sich sogar noch prima mit Wasser verdünnen. Einige Beispiele verdünnter Tinten mit Angabe wieviel Teile Wasser dazu kamen sind links zu sehen.
Sie sind für alle Füllfederhalter geeignet.


Die Sets sind in kleine bunte Stoffbeutelchen verpackt.







Namenstinten


Namenstinten

Für diese Tinten wurden keine Tiere gequält oder getötet :-)
Es sind normale auch für Füller geeignete Tinten im verkorkten Glasfläschchen.

Historische Tinten


Diese Tinten werden in teils sehr aufwendigen Verfahren, unverändert von Hand, nach mitunter Jahrtausende alten, Originalrezepturen hergestellt.
Sie eignen sich nicht für moderne Füller.

Rotholz Tinte

Der aus dem Kernholz verschiedener Rotholzarten gewonnene Farbstoff wurde schon im alten Peru, von den Maya und den Azteken verwendet.
In Europa sind Rotholztinten seit vielen Jahrhunderten bekannt.
So findet Rotholz beispielsweise im Heraclius-Traktat (De coloribus et artibus Romanorum) Erwähnung, dessen Entstehungszeit etwas strittig ist (allgemein wird ca. 1000 n. Chr. angenommen).

Rotholz wurde viel in der mittelalterlichen Buchmalerei verwendet. Damals kam das Rotholz über die Seidenstraße aus Ostindien. Als die Türken Konstantinopel eroberten, wurde dieser Handelsweg um 1450 unterbrochen, wodurch die Verfügbarkeit sehr eingeschränkt war. Das änderte sich erst wieder nach der Entdeckung Amerikas, als man Rotholz von dort in großen Mengen zu importieren begann.

Romanus Atramentum

Romanus Atramentum ist eine römische Rußtinte und wird nach einem ca. 2000 Jahre alten Rezept aus einer speziellen Leimlösung, dispergiertem Ruß und Quellwasser hergestellt.


Chromblauholz Tinte

Der Farbstoff für diese Tinte wird aus den Spänen des Blauholzes gewonnen.
Blauholz war lange Zeit das wichtigste aller Farbhölzer.
Andere Namen: Blutholz, Campecheholz, Quamochitl, engl. Log-wood, Logwood, lat. lignum campechianum, franz. bois de Campeche

Der Blauholzbaum ist eine relativ alte Pflanze und wuchs ursprünglich auf der Halbinsel Yucatan. Er war schon den Azteken unter dem Namen "Quamochitl" bekannt.
Nach der Eroberung Mexikos durch Cortez im Jahr 1522 wurde Blauholz von Campeche (daher auch der Name Campecheholz) aus nach Spanien verschifft.
Verwendung fand das Blauholz vor allem in der Färberei und Tintenfabrikation, mitunter aber auch in der Medizin und als Nutzholz in der feinen Tischlerei.
Um 1600 schätzte der englische Wirtschaftswissenschafter Sir William Petty, daß nur 50 Tonnen Blauholzextrakt den Wert aller anderen nach England importierten Waren überstieg. Da Blauholz derartig kostbar war überfielen häufig Seeräuber (u.a. Henry Morgan & Francois "Plage der Spanier" l´Ollonais) die Transportschiffe, so dass die spanische Marine den Schiffen militärischen Geleitschutz gab.
1670 besiegelten England und Spanien das Ende der karibischen Piraten indem England ihnen den bisher gewährten Schutz entzog. Plötzlich ausweglos zwischen allen Stühlen sitzend wechselten viele von ihnen den Beruf und stiegen ins Blauholzgeschäft ein. Einige wurden Holzfäller, andere Händler. So tauchten in London plötzlich Piratenschiffe auf, die Laderäume mit dem begehrten Blauholz gefüllt, ohne ihre alten Piratenflaggen am Mast.


Cochenille Tinte

Der rote organische Farbstoff Cochenille in dieser Tinte stammt von den Weibchen der auf Feigenkakteen lebenden Cochenilleschildlaus.
Andere Bezeichnungen sind Koschenille, Karmoisin, Karmesin oder Karmin. Der Name Karmin leitet sich vom arabisch-persischen Wort kermes (Scharlachbeere) ab.

Die Nutzung der Kermes-Schildlaus ist seit der frühen Eisenzeit (Hallstattkultur) belegt (unter anderem aus dem Fürstengrab von Hochdorf).
Nach der Entdeckung Amerikas nutzte man die in Mittel- und Südamerika lebende Cochenilleschildlaus zur Herstellung des Farbstoffs.
Im 16. Jahrhundert war Cochenille, nach Gold und Silber, das wertvollste Exportprodukt am spanischen Hofe und wurde vermutlich damals schon als Farbstoff für Tinten verwendet. Im 17. Jahrhundert wurde es zum Spekulations- und Schmuggelobjekt und erzielte unglaublich hohe Preise.

Karmin wurde zum Färben von Stoffen sowie für Malerfarben verwendet.
Auch Schminke wurde damit gefärbt, so daß der Hinweis, Lippenstifte seien aus Läuseblut gemacht, mit dem früher versucht wurde junge Mädchen von deren Gebrauch abzuschrecken, zumindest teilweise der Wahrheit entsprach.
Cochenille ist als Lebensmittelfarbstoff zugelassen und wird heute beispielsweise in Campari und farbigen Süßigkeiten verwendet.

Walnußtinten Kristalle

Wahnsinnszeug. Färbt wie sonstwas. Vielseitg nutzbar.
z.B. für Tinte oder zum färben/altern von Papier, Holz (Links auf den Bildern zum Beispiel Weißbuche), Knochen, Geweih, ...

Um die Geweihspitze auf dem Bild zu altern haben wir ca. 3 ml Tintenkristalle mit 200 ml warmem Wasser gemischt und die Geweihspitze ein paar Sekunden eingetaucht und dann abgewischt. Supereinfach!
Zum Papier altern einfach ein paar Kristalle (weniger ist mehr) in warmem Wasser auflösen. Papier auf eine glatte, wasserfeste Unterlage (Glasscheibe, Teller o.Ä.) legen und großzügig einpinseln.
Dann auf der Unterlage kleben lassen bis es fertig getrocknet ist.
Eine bebilderte Anleitung gibt es hier.

Tintensets


Pigmente und Materialien zur Tintenherstellung

Gummi Arabicum, B-Qualität

Im Grunde genommen wie das normale Gummi Arabicum, nur daß dies hier einen geringeren Reinheitsgrad hat. Es sind also Rindenstückchen mit drinnen oder Fasern von den Leinensäcken, in denen es bei uns angeliefert wird.
Wen das nicht stört, der hat hier eine verflucht günstige Alternative zum gereinigten Gummi Arabicum.


Galläpfel

Andere Namen: Knoppern, Laubäpfel, Eichäpfel, Galläple, gallnuts, oak apples, noix de galle, galles, Galga nux, Galiqua

Die wichtigste Zutat der Eisengallustinte.
Galläpfel sind Auswüchse, welche an Blättern bestimmter Eichenarten entstehen. Ursache für die Wucherungen ist die Eiablage der Gallwespe, durch welche das pflanzliche Gewebe zum Wachstum angeregt wird.


Gummi Arabicum

Andere Namen: Mimosengummi, Akaziengummi, Arabisches Gummi, Gum Arabicum, Gum Arabic, Gomme Arabique, acazia arabicum, Gummi Turis, Gummi Turique, Gedda-Gummi, Gummi mimosae, Acacia senegal, Gummi Thebaicum, Gummi Babylonicum, Gummi Achancinum, Gummi Saracenicum.

Gummi Arabicum stammt von verschiedenen Akazienarten und war schon in der Antike überaus begehrt. In vielen Kräuterschriften gab es Hinweise auf seine zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten.
In der Räucherkultur wird es vor allem auch als Bindemittel für andere Harze, Trägersubstanz für das Einarbeiten ätherischer Öle in Räuchermischungen und als Fixiermittel in Räucherkegeln benutzt, da sein Eigengeruch mild und eher unaufdringlich ist. Dieselbe Eigenschaft macht es geeignet, scharfe und heftige Räuchermischungen abzumildern.
Das Gummi wurde aber nicht nur in Räuchermischungen, sondern auch medizinisch genutzt. Es sollte bei Fieber, Geschwüren und Augenkrankheiten helfen. Es galt auch als Tonikum und Aphrodisiakum.
Gummi arabicum wurde als Bindemittel für Malfarben oder zur Herstellung verschiedener Tinten verwendet. Das Harz eignet sich hervorragend zum mischen mit fast allen Räucherstoffen.
Unsere Meinung: Fast Duftlos. Also tatsächlich sehr gut als Trägerstoff für andere Düfte geeignet. Damit läßt sich also bei stark kräuterhaltigen Mischungen das Risiko senken, daß die Kräuter einfach nur verkokeln.


Flammruß

Andere Namen: Lampenschwarz, Acetylruss, Rußschwarz, Noir de Bougie, Lamp black, Acetylenruß, Flatterruß, Gasruß, Kienruß, Kienschwarz, Harzruß, Ölruß, atramentum, Carbon Black

Eine weitere Zutat authentischer Tinten.
Flammruß ist ein sehr feinteiliger, stark färbender Staub. Wegen seines starken Färbevermögens wurde und wird er in Druckfarben, Wasserfarben (Aquarell) und Tusche verwendet.
Bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. gab es in China wohldurchdachte Verfahren zur Gewinnung von Ruß für Tusche. Vitruv (römischer Architekt & Ingenieur, 1. Jh. v. Chr.) beschreibt die Rußherstellung aus Harzen in speziellen Öfen, bei denen Luft und Harzzugabe regulierbar waren. In Europa begann man erst im 18. Jh. größere Anlagen zur Rußgewinnung aus Harz, Kiefernstumpen und Ölen zu errichten.


Walnußtinten Kristalle

Wahnsinnszeug. Färbt wie sonstwas. Vielseitg nutzbar.
z.B. für Tinte oder zum färben/altern von Papier, Holz (Links auf den Bildern zum Beispiel Weißbuche), Knochen, Geweih, ...

Um die Geweihspitze auf dem Bild zu altern haben wir ca. 3 ml Tintenkristalle mit 200 ml warmem Wasser gemischt und die Geweihspitze ein paar Sekunden eingetaucht und dann abgewischt. Supereinfach!
Zum Papier altern einfach ein paar Kristalle (weniger ist mehr) in warmem Wasser auflösen. Papier auf eine glatte, wasserfeste Unterlage (Glasscheibe, Teller o.Ä.) legen und großzügig einpinseln.
Dann auf der Unterlage kleben lassen bis es fertig getrocknet ist.
Eine bebilderte Anleitung gibt es hier.

natürliche Pigmente

Wahnsinnszeug. Färbt wie sonstwas. Vielseitg nutzbar.
z.B. zum Holz färben oder Filmrequisiten altern.

Eine Anleitung wie ich damit Flaschen altere gibt es hier


Tintenfäßchen und anderes Zubehör


Löschsand

Der Löschsand ist sozusagen das mittelalterliche Löschpapier. Dieser extrem feine Streusand wurde z.B. mit einem Streuer auf die noch feuchte Tinte aufgetragen. Nach dem Trocknen der Tinte wurde der Sand z.B. mit dem Federkiel abgewischt.
Unser Löschsand ist ein hochfeiner, gereingter Quarzsand bester Qualität.
Anwendung