Vollkornpizza

Der Hefeteig ist für Pizza, Pizzabrötchen, Fladenbrot und Stockbrot gleichermaßen gut geeignet.

Für unseren Hefeteig werden folgende Dinge benötigt:
- ca. 600 gr. Dinkelvollkornmehl
- 1/2 Würfel oder 1 Tütchen Hefe
- 1-2 TL Kräutersalz
- ca. 300-350 ml Wasser
Alternativ läßt sich ein Teil des Wassers durch Olivenöl ersetzen. Durch die Zugabe von Öl wird das Brot etwas gehaltvoller & "mürber".

Die Flüssigkeit langsam und gleichmäßig zugeben, zum Schluß vorsichtig und nur genau so viel, dass ein geschmeidiger Teig entsteht, der sich "im Kloß" von der Schüssel löst und nicht klebt.
Die Kunst liegt darin, soviel Wasser zuzugeben wie nötig, damit der Teig nicht zu fest wird, aber wenig genug, damit er nicht klebt.

Den Teig zugedeckt an einem warmen, zugluftgeschützten Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Wir machen das im Ofen bei niedrigst möglicher Temperatur und nicht ganz geschlossener Tür. Vorher mit einem Tuch (Leinen bevorzugt) abdecken.
Während der Teig geht können die Zutaten zurecht gemacht werden.
Wer sich wirklich die Mühe macht eine Pizza selbst zu backen und nicht einfach nur aus dem Tiefkühlfach zu nehmen sollte mal darüber nachdenken, ob es sich nicht auch lohnen würde die Zutaten in einem Bioladen oder zumindest einem Reformhaus zu kaufen. Das ist ohne Witz ein geschmacklicher Unterschied. Ich habe 27 Jahre lang nur Supermark Gemüse gegessen und dachte immer Gemüse ist doch Gemüse. Bis Helena mich problemlos eines Besseren belehrt hat.
Wie auch immer...
In diesem Fall sind das folgende Dinge:
Hauchdünne Scheiben rote Paprika
Kleingeschnittene scharfe, grüne Chilis
Dünne Tomatenscheiben dick mit G-Gewürz (ist eine tolle Gewürzmischung für Gemüse) eingepudert.
Geriebener Käse (wir nehmen milden Marienkäse)
Salami mit Pfefferrand (Die Knoblauchsalami war leider gerade ausverkauft)
Mit Knoblauch und Kräutern eingelegte Oliven und Artischocken
Chicorée (Kein Witz, Helena schwört drauf. Ist auch als Salat mit Mandarinenstückchen lecker.)
Tomatenmatsche (Passierte Tomaten mit Sahne, 3 frisch zerdrückten Knoblauchzehen und vielen Gewürzen)
So sieht ein gut gegangener Vollkorn Hefeteig aus :-)
Direkt vor der Verwendung nochmal kurz durchkneten.
Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und Teig aufteilen
Teig mit mit Mehl bestreuen und durch hartnäckiges und geschicktes ausrollen halbwegs in Blechform bringen.
wenn der Teig zwischendurch am Nudelholz hängen bleibt wieder mit Mehl bestreuen.
Jetzt kommt ein praktischer Trick. Der Teig läßt sich, wenn er gut mit Mehl bestäubt wurde zum leichteren Transport auf das Backblech 2x falten.
Wir benutzen statt dem Blech einen Rost, weil wir uns einbilden, daß die Pizza dann Knuspriger wird.
Jetzt nach Geschmack belegen.
In der Zwischenzeit schonmal den Ofen vorheizen.
Zuerst die Tomatenmatsche drauf. Meiner Meinung nach ist hier weniger mehr, damit die Pizza hinterher nicht so labberig und durchgeweicht ist. Eine kleine Suppenkelle hat sich hier als sehr praktisch erwiesen.
Nach Geschmack und Farbempfinden belegen.
Bei mir kommt auf den Belag noch eine Schicht Kräutersalz.
Jetzt Käse drüber. Auch wenn`s hier wenig ausschaut... Der zerläuft ja noch und die Pizza soll ja nicht nur nach Käse schmecken.
Ab in den vorgeheizten Ofen.
Gleich gibt`s was zu essen :-)
Jetzt nicht nebenher wo anders hinlaufen und die Pizza im Ofen vergessen. Wär` echt schade drum.
Das wäre jetzt `ne gute Gelegenheit die Küche nebenher ein wenig aufzuräumen. Das freut die Frau im Haus ;-)
Fertig und lecker :-)

Diese Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Fragen bitte an mich.