Rohhaut


Rohhaut ist die ungegerbte, enthaarte, mit Kalk gebeizte Tierhaut. Daraus werden z.B. Hundekauknochen gemacht.
Wird unter anderem zur Bespannung von Schilden verwendet.
Zum verarbeiten einweichen und feucht verarbeiten. Wird nach dem Trocknen sauhart.
Aufgrund der Länge und der Tatsache, daß die Rohhaut gerollt versendet wird, gilt für sie eine Sperrgut- / Rollenpauschale von 8,- Euro, die nicht unter die Portofrei Regelung fällt.
Wir verkaufen keine Zuschnitte, es gibt sie also nur in den Größen wie hier auf der Seite genannt zu bestellen. Wir können auf Wunsch aber gerne versuchen eine eher große oder eher kleine Haut rauszusuchen oder eine Haut die ein benötigtes Mindestmaß erfüllt. :-) Wenn dann nichts Passendes dabei ist melden wir uns.

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eher gross

Rohhaut vom Bullen, Spalt (Quadratmeterpreis)

Stärke ca. 1,2-1,8 mm
Der Standardartikel zur Schildbespannung.

Gut nutzbare Innenfläche:
Durchschnittliche: ca. 0,8-1,3 m x 1,4-1,8 m
Eher kleine: ca. 0,8-1,2 m x 1,2-1,6 m
Sehr kleine: ca. 0,8-1,2 m x 0,8-1,2 m

Wird Stückweise bestellt. Berechnet wird nach Quadratmeter.
Bei Versand mit DHL/Post fällt noch zusätzlich ein Sperrgut-/Rollenzuschlag an.

ein eher kleines Stück
ca. 1,2-1,6 qm


44,- € / Quadratmeter
(incl. MwSt zzgl Porto)


eher klein


Pergament


Geschichtliches zu Pergament

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Geschichtliches zu Pergament

Pergament ist die ungegerbte, enthaarte, mit Kalk gebeizte Tierhaut. Eines der ältesten bekannten Materialien zum Beschreiben und Zeichnen.
Die ältesten Pergamentfunde werden auf 2700 v. Chr (Ägypten) datiert.
Erst gegen Ende des Mittelalters wurde das Pergament endgültig durch das billigere Papier ersetzt und so zu einem reinen Luxusschreibmaterial.
Der Vorteil des Pergamentes gegenüber anderen Stoffen liegt vor allem in seiner langen Haltbarkeit und der Tatsache, das es mehrfach verwendet werden kann, indem man alte Schriften mittels eines Bimssteines oder eines Federmessers (moderner geht es auch mit Schmirgelpapier) abschabt.
Pergament besteht aus einer Tierhaut, im Allgemeinen von Ziege oder Schaf, von der mit Hilfe von Kalkwasser und Schabmessern die Haare und Fleischreste entfernt werden. Im Gegensatz zum Leder wird Pergament nicht gegerbt und bleibt dadurch durchscheinend.
Evtl. kann man das Pergament zum Schluß noch mit Schmirgelpapier ganz fein schleifen. Kleine, dünne Ziegenhäute eignen sich besonders gut.
Wie Plinius der Ältere (römischer Geschichtsschreiber) berichtet, gab es im 2. Jahrhundert v. Chr. zwischen König Eumenes II. von Pergamon und Pharao Ptolemäus Epiphanes ein Prestigeduell um die größte Bibliothek der damaligen Welt. Pharao Ptolemäus erließ ein Exportverbot für Papyrus, dem damals gebräuchlichsten Schreibmaterial, um Eumenes daran zu hindern die ägyptische Bibliothek in Alexandria zu übertreffen. Daraufhin wurde in Pergamon das Pergament als brauchbare und bald sogar bessere Alternative zum Papyrus entwickelt. Der Name Pergament leitet sich von der Stadt Pergamon ab. Dort wurde es zwar nicht erfunden aber zumindest deutlich verbessert und zu einem überlegenen Ersatz für Papyrus weiterentwickelt. Pergament löste den Papyrus als Schreibmaterial ab, da es biegsamer und haltbarer ist. Außerdem kann Pergament mehrmals neu beschrieben werden, indem die oberste Schicht mit Bimsstein abgeschliffen wird. Da Pergament lichtdurchlässig ist, wurden auch Lampen und Fenster mit Pergament verkleidet.