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Lycopodium / Bärlappsporen

Andere Namen: Hexenmehl, Schlangenmoos, Waldstaub, Flash Dust, Freselmehl, Bärlappsamen, earth moss seeds, clubmoss, vegetable sulphur, spores de lycopode, soufre végétal, Streupulver, Alpenmehl, Erdschwefel, Blitzpulver, Hexenkraut, Drudenkraut, Teufelsklaue, Moss von tooten Kopff, S.Johannes Gürtel, Lykopodium, Neunheyl, Teuffelsklauwe, witch-meal, Semen Lycopodii

Lycopodium wird in der Pyrotechnik für die verschiedensten Effekte verwendet.
z.B. als Feuerspuckpulver, für Flammenprojektoren, zur Verwendung in pneumatischen Flammensäulen und beim Film wird es für die unterschiedlichsten Explosionseffekte benutzt.
Durch Zerstäubung und Zündung ( z.B. offenes Feuer oder Glühdraht) entsteht ein gewaltiger Feuereffekt, der jedoch (vernünftig angewendet) relativ harmlos ist.

Verwenden läßt sich Lycopodium beispielsweise einfach mit einem Salzstreuer oder einem Kupferlöffelchen (einfach auf eine offene Flamme streuen) oder einem kleinen Blasebalg (z.B. für Feuersäulen).
Auf dem Bild links oben haben wir einen Eßlöffel voll mit einem Blasrohr in eine brennende Fackel gepustet. Lycopodium ist auch zum Feuerspucken geeignet.
Auch als Hexenpulver, Hexenmehl oder Blitzpulver bekannt findet es in der Magie Anwendung. Schon im Mittelalter war bekannt dass Bärlappsporen, in ein Feuer geworfen, eine helle Stichflamme erzeugen.
In ländlichen Gegenden wurde das Bärlappkraut in Essen und Schornsteinen angezündet. Durch die folgende Staubexplosion wurden die Schornsteine vom Russ gereinigt. Manchmal brannten die Häuser dabei jedoch ab.

Lycopodium ist ein sehr leichtes, blassgelbes, geruchloses, geschmackfreies und gesundheitlich völlig unbedenkliches Pulver aus den Sporenkapseln des Bärlapps. Im Inneren der Sporen ist ein flüssiges Öl enthalten, welches etwa 50% des Gewichtes ausmacht. Ausserdem enthalten die Sporen sehr viel Protein und werden in einigen Ländern sogar gegessen.

Durch die immer wieder aufkommende Diskussion um ein mögliches Importverbot experimentieren Pyrotechniker seit Jahren mit Lycopodium Ersatzstoffen. Es gibt aber bislang keinen synthetischen oder natürlichen Ersatzstoff der im Abbrandverhalten Lycopodium auch nur nahe kommt.

Es ist ein pflanzliches Naturprodukt (kein Gefahrstoff) und unterliegt daher auch nicht dem Sprengstoffgesetz. Loses Lycopodium ist auch nicht brennbar. Die Brennbarkeit tritt ähnlich wie bei einer Mehlstaubexplosion erst bei Verwirbelung in der Luft auf. Die Flammentemperatur ist dabei relativ niedrig.

Trotzdem sind folgende Sicherheitshinweise zu beachten: Bärlappsporen (Lycopodium) gehören nicht in die Hände von Kindern oder unvernünftigen Jugendlichen.
In der Luft verwirbeltes Lycopodium ist Explosions gefährlich. Bei mehrfach, hintereinander folgenden Lycopodium Einsätzen bedenken, dass unverbrannte Lycopodiumreste eine Feuerbrücke bilden können und es zu einer unkontrollierten Brandausbreitung kommen kann.
Zum Verwirbeln von Lycopodium niemals reinen Sauerstoff verwenden - Explosionsgefahr.
Immer ausreichend Sicherheitsabstand zu Personen und brennbaren Gegenständen einhalten.
Flammen niemals gegen Menschen oder Tiere richten. Beim Feuerspucken darauf achten, dass die Flamme (z.B. durch drehen der Windrichtung) zurückschlagen könnte.

Die 100 Gramm Abpackungen werden in einem praktischen wiederverschließbaren Schraubbehälter geliefert, die größeren Abpackungen in Beuteln.
Zum zerstäuben eignet sich eine Streudose sehr gut :-)



100 Gramm

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10,95 € / Schraubdöschen (100 Gramm)
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